Textkraft – Ein kurzer Erfahrungsbericht

Textkraft ist eine weitere App zum Schreiben auf dem iPad. Soweit so gut. Doch was kann Textkraft? Was außerdem? Tippen, Dateien Speichern und Co können viele Apps. Die meisten bieten auch irgendwelche Zusatzfeatures wie Dropboxintegration oder Ähnliches. Bei Textkraft sind dies Wortvorschläge, die unterhalb des Textverarbeitungsfeldes erscheinen. Die Wortvorschläge sind zum einen Vervollständigungen des gerade getippten Wortes, aber auch Wörter, die in irgendeiner Weise ähnlich sind, sodass man prima Reime finden kann.
Dabei dauert es stets ein wenig, bis die entsprechenden Wörter geladen sind. Standardmäßig ist dieser Verzögerungs-Zeitintervall sehr großzügig bemessen – man kann ihn allerdings in den Einstellungen etwas verringen. Ein wenig Zeit braucht das laden der Vorschläge nichtsdestotrotz.

Praktisch bei der Textkraft-App sind zudem die zusätzlichen Tasten, die einen eine leichtere Navigation im Text ermöglichen. Aber auch die Tasten für die Groß- und Kleinschreibung bei einem Wort. Statt mit dem kleinen Cursor an die entsprechende Stelle springen zu müssen, kann man einfach, nachdem man das entsprechende Wort geschrieben hat, seinen Schreibfehler mit einem Tastendruck beheben. Das hilft insbesondere am iPad, wenn man kleine Bluetooth Tastatur verwendet und somit recht mühevoll am Bildschirm die einzelnen Cursorpositionen mit dem Finger auswählen müsste. Das klappt zwar meist irgendwie schon – mir persönlich gelingt die richtige Wahl der Cursorposition mit den Fingern allerdings meist erst im zweiten oder dritten Anlauf.

Die Wortvorschläge sind vielfältig und meist recht gut einsetzbar. Gerade wenn an Formulierungen länger gefeilt wird, macht das werkeln mit Textkraft Vergnügen.

Wer die Vorschläge zu seinem Text nicht mag – kann auch komplett auf sie verzichten. Dann wird Textkraft zu einer minimalistischen Schreib-App degradiert. Das kann man machen – ist jedoch eher bedauerlich da man dann eines der Kernfeatures der App nicht mehr benutzt.

Weniger gut hat mir hingegen die Twitter-Integration gefallen. Man kann seinen geschriebenen Text auch direkt twittern. Das ist nett, wirklich brauchen werde ich es kaum. Eher im Gegenteil: Ich bin mehrfach auf die Schaltfläche gekommen, ohne sie Auswählen zu wollen – da sie direkt neben den Markier-Schaltflächen liegt.

Insgesamt ist Textkraft eine gelungene App, die in erster Linie mit einem umgehen kann: Text.