Zeit zwischen Abi und Studium

Die Zeit zwischen Studium und Abi kann unterschiedlich lang sein – doch wie überbrückt man die Zeit geschickt? In den seltensten Fällen schließt die Studienzeit nahtlos an die Schulzeit an. Während im April die Abitur-Klasuren noch geschrieben werden – beginnt für die Studenten in der Regel das Sommersemester, ebenfalls im April.

Zum Sommersemester kann also kaum ein Abiturient mit seinem Studium anfangen, selbst wenn er denn schon fertig wäre. Schließlich kann man in vielen Studiengängen sein Studium nur zum Wintersemester aufnehmen, ein Studienbeginn im Sommersemester bleibt daher eher die Ausnahme.
Dazu kommen noch Wehrdienst-, Zivildienst und Freiwilligendienste deren Beginn sich meistens recht nahtlos an die Schulzeit anfügt – doch sie enden bedauerlicherweise in nur wenigen Fällen so, dass ein Studienbeginn zeitlich nahe möglich ist. Zudem bedarf ein Studienbeginn auch einiger Planung – und die Orientierungswochen einiger Unis – auch private Unis – liegen unter Umständen schon einen Monat vor offiziellem Semesterbeginn.

Wie überbrückt man nun solche Wartezeiten von einem bis zu ein paar Monaten. Bei mehreren Monaten bieten sich freiwilligen Dienste an, die sind zeitlich recht flexibel – zum Teil lassen sich diese auch noch mit Auslandsaufenthalten kombinieren. Oder man macht einen Auslandsaufenthalt den man zuvor für sein eigentliches Studium geplant hat, ohne direkten Studienzusammenhang. So kann man durchaus auch nur ein paar Monate mit „Work and Trevel“ verbringen, ohne das eine unnötige meißt eher hässliche Lücke im Lebenslauf entsteht.

Wer einen oder zwei Monate im Sommer überbrücken muss bzw. will, der kann sich mal bei den Sommerakademien umschauen. Zum Teil gibt es feste Programme die einen ganzen Monat dauern (z.B. die Bauhaus-Sommerakademie), zum anderen gibt es aber auch Sommerakademie-Kurse die sich nur über einen kürzeren Zeitraum erstrecken. Thematisch sind die Sommerakademien höchst verschieden, von Sprachkursen, kulturellen Erlebnissen bis zu gemeinsamen Technik-Abenteuern ist das Programm weit gefächert. Die sogenannten Sommerakademien sind nicht zentral organisiert und werden meist von Unis, FHs und anderen Bildungseinrichtungen veranstaltet, meist allerdings in eher unregelmäßigen Abständen. Da hilft nur eine mühselige Recherche.

Auch eine Sprachreise kann gut zum Überbrücken der Zeit vom Abi bis zum Studium genutzt werden. Dabei sollte allerdings bei Gruppenreisen auf einen internationalen Charakter geachtet werden, sodass man möglichst nicht mehr mit Landleuten in Kontakt steht, mit denen man vermutlich Deutsch sprechen würde.

Daneben gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten, wie beispielsweise ein Praktikum – wobei der Nutzen – je nach gewählter Studienfachrichtung, persönlichem Kenntnisstand und dem Betrieb – teilweise nicht besonders hoch ist. Anders sieht es zum Beispiel bei Nebenjobs aus, hier ist der finanzielle Nutzen meist verhältnismäßig hoch, Erfahrungen sammelt man meist jedoch nicht, da man fachfremd arbeitet. Eine Alternative könnten Wochendjobs sein, denn dann könnte man unterhalb der Woche noch anderen Aktivitäten nachgehen – um dann am Wochenende für die finanzielle Sicherheit zu sorgen. Einen Wochenendjob Nürnberg kann man scheinbar ganz gut ergattern, auch in anderen größeren Städten sieht es nicht schlecht aus. Flaute hingegen ist in allen kleineren und fast reinen Studentenstädten – dort scheint es kaum Wochenendjobs zu geben.