Begründung des internationalen Handels

Folgende Inhalte wurden für ein Referat in SoWi in meiner Abitur-Vorbereitungsphase benutzt. Da ich den Stoff mir selbst mit Hilfe von dem Atlas der Globalisierung und dem „Politik – Gesellschaft – Wirtschaft für die Sek.II – Buch aus dem Schöningh Verlag erarbeitet habe, stelle ich die Inhalte hier ohne weitere Aufbereitung online:

Der Freihandel geht auf David Ricardo zurück.
Ricardos These: Durch Außenhandel erhöht sich der Wohlstand aller beteiligten Länder.

Volkswirtschaft

Tuch

Wein

Portugal

4 Stunden

2 Stunden

England

5 Stunden

4 Stunden

Portugal

50 Einheiten

100 Einheiten

England

50 Einheiten

50 Einheiten

In diesem Beispiel hat Portugal also den absoluten Kostenvorteil, weil es beide Güter in kürzerer
Zeit herstellen kann (die Theorie berücksichtigt nur Arbeit[in Stunden]).
Daraus folgt:

  • Portugal sollte sich auf die Herstellung von Wein spezialisieren (Portugal hat hier den größten Vorteil)
  • England hingegen sollte sich auf die Herstellung von Tüchern spezialisieren (da es hier den vergleichsweise kleinsten Nachteil hat)

Dementsprechend wird Portugal sämtliche Arbeitskräfte in die Weinproduktion und England alle dafür zur Verfügung stehenden Arbeitnehmer in die Tuchproduktion schicken.

Daraus folgerte Ricardo: Portugal sollte sich auf die Herstellung von Wein spezialisieren, England hingegen sollte sich auf die Herstellung von Wein spezialisieren.

Die Theorie von Ricardo berücksichtigt nur die Arbeit bzw. Produktivität, andere Voraussetzungen und Gegebenheiten (z.B. Transportwege, Kapital) werden nicht berücksichtigt. Die Wirklichkeit wird also auf einen Bruchteil reduziert.
Diese Theorie wurde deshalb als Faktorproportionstheorie erweitert. Diese umfasst nicht mehr nur die Produktivität der einzelnen Volkswirtschaft sondern auch das Kapital. So werden sich Nationen mit viel Kapital auf kapitalintensive Produkte spezialisieren, während Staaten mit relativ vielen Arbeitskräften und wenig Kapital sich auf arbeitsintensive Produkte spezialisieren werden. Ein Land produziert (und exportiert) daher jene Güter, in deren Produktion der relativ reichlich vorhandene Faktor vergleichsweise intensiv eingesetzt wird. Auch nach dieser Theorie wäre eine Spezialisierung auf einige Produkte sinnvoll.

Freihandel

Protektionismus

Handel

freier Austausch von Gütern zwischen Handelspartnern aus
verschiedenen Länder

eingeschränkt durch Maßnahmen eines Staates, welche den
Import von Gütern behindern um Branchen im Inland zu schützen

Komperativer Kostenvorteil

Komperative Kostenvorteile können voll ausgenutzt werden

Komperative Kostenvorteile können nur bedingt genutzt
werden

Rolle des Staats

Schaffen eines „freien Marktes“

Erheben von Zöllen (etc.) für Güter aus dem Ausland

4 Gedanken zu „Begründung des internationalen Handels“

  1. „Daraus folgerte Ricardo: Portugal sollte sich auf die Herstellung von Wein spezialisieren, England hingegen sollte sich auf die Herstellung von Wein spezialisieren.“

    Bei England meinst du wohl eher eine Tuchspezialisierung. Schöne Informationen, danke dir.

    1. Vielen Dank für deinen aufmerksamen Kommentar, der kleine Fehler wurde inzwischen berichtigt.
      Der Fehler war aber eigentlich auch ziemlich offensichtlich – im nächsten Satz wird der Fehler ja schon ganz deutlich aufgezeigt. Es sollte also eigentlich Niemand, der den Artikel vor der Korrektur gelesen hat, als zu verwirrt worden sein.

  2. „Daraus folgerte Ricardo: Portugal sollte sich auf die Herstellung von Wein spezialisieren, England hingegen sollte sich auf die Herstellung von Wein spezialisieren.“

    Bei England meinst du wohl eher eine Tuchspezialisierung. Schöne Informationen, danke dir.

    1. Vielen Dank für deinen aufmerksamen Kommentar, der kleine Fehler wurde inzwischen berichtigt.
      Der Fehler war aber eigentlich auch ziemlich offensichtlich – im nächsten Satz wird der Fehler ja schon ganz deutlich aufgezeigt. Es sollte also eigentlich Niemand, der den Artikel vor der Korrektur gelesen hat, als zu verwirrt worden sein.

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