Wirtschaftskrise aus Sicht der klassischen Wirtschaftslehre

Der klassischen Wirtschaftslehre zufolge können wirtschaftliche Krisen nur durch äußere Faktoren entstehen, den sogenannten exogenen Faktoren. In erster Linie ist innerhalb der klassischen Wirtschaftslehre damit der Staat gemeint, der durch (beispielsweise) zu starke Regulierung verhindert, dass sich ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage herstellt.
Insbesondere klassische Wirtschaftstheoretiker wie Adam Smith (Link: Viele Ideen/Positionen Adam Smiths) forderten daher, dass sich der Staat möglichst aus dem Wirtschaftsgeschehen heraushalten müsse, der Staat solle sich so verhalten wie eine unsichtbare Hand. Diese unsichtbare Hand, bzw. der Staat soll nur Rahmenbedingungen schaffen. So soll der Markt nur in Ausnahmefällen reguliert werden, beispielsweise wenn ein zu entstehen Monopol droht.

Kurz: Wirtschaftskrisen können der klassischen Wirtschaftslehre zufolge nicht lange andauern, da sich immer ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage herstellt. Dadurch entsteht ein in sich stabiler Markt.
Spätestens seit der ersten großen Weltwirtschaftskrise ab 1929 findet die klassische Wirtschaftslehre keine reine Verwendung mehr. Selbst der Großteil der neo-liberalen Politiker und Wirtschaftswissenschaftler vertreten heute die Ansicht, das die Ursachen für Wirtschaftskrisen nicht ausschließlich durch staatliche Eingriffe bedingt ist.