Sinus-Milieus

Die sogenannten Sinus-Milieus entspringen der Arbeit der Sinus Sociovision, einer GmbH die sich mit sozialwissenschaftlichen Fragestellungen beschäftigt.

Auch die Sinus-Milieus sind ähnlich wie das Hausmodell Dahrendorfs oder Helmut Schelskys Konzept der nivellierten Mittelstandsgesellschaft, ein sozialwissenschaftliches Modell zur sozialen Schichtung in Deutschland. Dennoch sind die sogenannten Sinus-Milieus kein klassisches Schichten-Modell, da sowohl vertikale Faktoren (in erster Linie das Einkommen) – als auch horizontale Faktoren (z.B. Lebensgefühl, Selbstverständnis, Hobbies etc.) berücksichtigt werden. Dadurch sollen sich die Sinus-Milieus auch dazu eignen Zielgruppen zu finden. So unterscheiden sich die Menschen den Angaben der Sinus Sociovision trotz gegebener demografischer Gemeinsamkeiten erheblich.

Deshalb teilt man bei den Sinus-Milieus die Gesellschaft Deutschlands in zehn der sogenannten Milieus auf. Für jedes Mileu gibt es ein typisches Konsumverhalten und eine bestimmte Einkommensgruppe. So ist der typische Konservative begeistert von Theater und bildungsnaher Unterhaltung und liest wahrscheinlich die Apotheken Umschau. Zudem ist er vergleichsweise alt. Im Gegensatz dazu existieren Beispielsweise die Hedonistendiese sind spaßorientiert, haben allerdings wenig Einkommen und suchen stets actionreiche Unterhaltung – sind allerdings vergleichsweise jung.