Inhaltsangabe – Verwirrungen des Zöglings Törleß

Die Handlung des Romans Die Verwirrungen des Zöglings Törleß von Robert Musil ist an sich nicht sehr umfangreich und recht schnell erzählt. Jedoch werden in dem Roman viele Empfindungen und Gedankengänge von Törleß – dem Protagonisten – äußerst detailliert und differenziert wiedergegeben, sodass die Handlung an einigen Stellen in den Hintergrund tritt.
In dieser kurzen Zusammenfassung Robert Musils Romans wird jedoch nicht ausführlich auf die Gedankengänge von Törleß eingegangen. Deshalb ist diese Inhaltsangabe nicht als allumfassend anzusehen. Des Weiteren ist die Reihenfolge nicht ganz dem Roman entsprechend, sondern zwecks leichterem Verständnis leicht abgeändert.

Heimweh und Freundschaften
Im Romananfang wird zunächst beschrieben wie Törleß, ein Schüler eines Elite-Internats („Konvikt zu W.“) sich von seiner Mutter verabschiedet. Törleß erbat selbst um die Aufnahme im Konvikt zu W., empfindet jedoch recht schnell Heimweh und flüchtet sich daher ins Schreiben. So schreibt Törleß beispielsweise seinen Eltern regelmäßig Briefe.

Mit der Zeit freundet sich Törleß mit einem Prinzen an, die Freundschaft endet jedoch recht abrupt nach einem Streit über Religion. Kurz darauf verlässt der Prinz das Internat.

Neue Freundschaften
Törleß verkehrt zunehmend mit Beineberg und Reiting, ebenfalls Schülern des Konvikts zu W, welche ebenfalls aus wohlhabenden Familien stammen. Diese legen jedoch im Gegensatz zu dem Prinzen deutlich gröbere Manieren und Äußerungen an den Tag.

So besucht Törleß zusammen mit Beineberg Bozena, eine Prostituierte bei der verschiedene Schüler des Internats verkehren. Während Beineberg Bozena näher kommt, distanziert sich Törleß, hält sich weitesgehend zurück und hängt eigenen Gedanken nach. Bei Bozenas anzüglichen Erzählungen vergleicht Törleß seine Mutter mit Bozena und erschreckt selbst in diesem Moment durch den Gedankengang.

Basini – der erniedrigte Dieb
Im Laufe der Zeit tritt Basini in das Geschehen des Romans ein. Dieser schuldet Reiting und Beineberg sowie einigen anderen Internatsschülern Geld – kann dieses jedoch anscheinend nicht zurückzahlen, stiehlt zudem auch noch Beineberg etwas Geld.
In einem Gespräch besprechen Reiting, Beineberg und Törleß wie mit Basini zu verfahren sei. Törleß äußert im Gespräch, es sei nötig die Leitung des Konviktes zu informieren und Basini des Internats zu verweisen.
Reiting und Beineberg quälen Basini wegen der Schulden. Während Beineberg die Quälerei noch spirituell begründet schlägt bei Reiting die Tyrannei durch.
So wird Basini im weiteren Verlauf des Romans sowohl von Beineberg als auch Reiting erniedrigt, auch mit sexuellen Hintergrund.

Mathematik
Törleß – der weiterhin sehr seinen eigenen, empfindsamen Gedanken nachgeht – macht sich nach einer Mathematikstunde, Gedanken darüber ob imaginäre Zahlen überhaupt zum Rechnen taugen und erbittet bei seinem Lehrer ein Gespräch darüber. So findet sich Törleß wenig später in der Wohnung des Lehrers, der ihm zu verstehen gibt er könne dies mit seinen Kenntnissen noch nicht verstehen – und bis er es verstanden hätte müsse er es einfach glauben. Törleß ist von dem Gespräch enttäuscht, kauft sich jedoch ein Philosophie-Buch, welches er bei dem Lehrer gesehen hat.

Basini und Törleß
Während Beineberg und Reiting daheim sind, kommt es im Konvikt zu einem Kontakt zwischen Basini und Törleß. Kurzum Törleß wird durch Basini sexuell Verführt. Daraufhin wird in dem Roman darauf hingewiesen, dass es zu dieser Begegnung nicht durch bestimmte Neigungen, sondern durch die noch bestehende Orientierungslosigkeit der beiden jungen Burschen zu der sexuellen Handlung gekommen wäre.

Törleß finale Flucht
Später gehen Basinis Erniedrigungen weiter, während Reiting Basini möglichst stark demütigt, versucht sich Beineberg an Basini zwecks Menschenerkenntnis. Jedoch misslingt sein Hypnose-Experiment und Beineberg peitscht Basini schließlich brutal aus.

Törleß nehmen diese Geschehnisse ungeheuer mit. Schließlich rät er Basini, sich zu stellen und alles zuzugeben um sich aus dem Netz der Abhängigkeiten zu lösen. So hatten es auch Törleß Eltern ihm in einem Brief empfohlen. Törleß flieht, wird in einem Nachbarort wieder aufgefunden und von einigen Lehrern in einer privaten Wohnung verhört. Der Rektor kommt zu dem Schluss, Törleß sei zu vielen Reizen ausgesetzt und habe das Konvikt zu W. zu verlassen. Zugleich schickt Törleß einen Brief, er wolle nicht weiter das Konvikt zu W. besuchen.