Effi Briest – Eine neue Verfilmung

Das Zentralabitur in NRW schreibt als Pflichtlektüre, sowohl für den Grund- als auch Leistungskurs, Theodor Fontanes Roman Effie Briestvor. Publikum für eine neue Verfilmung ist daher potenziell vorhanden und auch unser Deutsch-Kurs besuchte kürzlich extra das Kino um sich die Verfilmung von Effi Briest anzuschauen.

Die Handlung des Filmes ist recht nahe am Buch gehalten, auch wenn es einige freier interpretierte Passagen gibt. Das Ende des Films steht jedoch der Handlung des Romans völlig entgegen.
So wird Effi in dem Roman, die letztendlich durch eine Krankheit stirbt, wieder von ihren Eltern wieder zu Hause aufgenommen. Der Film hingegen lässt Effi selbstbewusst erscheinen. Effi entscheidet sich trotz des Angebots, wieder bei ihren Eltern leben zu können, für ein selbstständigeres Leben. So schreitet Effi in der letzten Szene an ihrem ehemaligen Gemahl vorbei ohne ihn auch nur zu beachten.

Ob man deshalb gleich von einer Emanzipations-Geschichte sprechen muss, wie einige Kritiker es tun? Man muss es sicherlich nicht, kann aber aufgrund der oben angesprochenen Szene sicherlich von einer selbstbewussten Effi sprechen.

Ein Ersatz für den Roman ist der Film sicherlich nicht – aber muss er das auch sein?