Abiturnoten im Bundesvergleich

Ich bin heute zufällig über einen Vergleich der durchschnittlichen Abiturnoten der einzelnen Bundesländer gestoßen. Das hört sich zunächst recht kryptisch an. Heißt ab nichts anderes – als der Abiturdurchschnitt aller Schüler eines Jahrgangs, innerhalb eines Bundeslandes. Der liegt – meiner Meinung nach – erstaunlich hoch. In Thüringen liegt der Landesweite Durchschnitt bei 2,3! Selbst der schlechteste Notendurchschnitt 2,72 (Niedersachsen) ist alles andere als wirklich schlecht. Immerhin: Man spricht hier von einem Landesweiten Durchschnitt. Wirklich groß sind die Unterschiede aber zwischen den einzelnen Bundesländern nicht. Bundesweit kommt man – etwa – auf einen Notendurchschnitt von 2,5. Je nachdem welche Methode man zur Ermittlung anwendet….

Vermutlich sind die einzelnen Noten ohnehin auch Interpretationssache. War der Kurs nicht anspruchsvoll und die Maßstäbe einfach weit unten? Wollte die Schule einfach sich als Elite-Schule profilieren, oder warum hat ein Bewerber „nur“ eine „Vier“ in Mathematik obwohl er den Einstellungstest tadellos überstand? Wieso kann die Bewerberin fließend Englisch, aber nur gebrochen Französisch – obwohl die Noten genau das Gegenteil behaupten? Wieso hat ein Bewerber in Literatur super Noten erhalten, in Deutsch dagegen nur 5 Punkte?

Noten haben also nur bedingt eine Aussagekraft. Noch weniger wenn einfach ein landesweiter Durchschnitt genommen wird.