Wie viel verdienen Azubis?

Die Ausbildungsvergütung ist höchst Unterschiedlich. Umso schöner einmal wenigstens für die populärsten Ausbildungsgänge eine Übersicht zu haben: Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat eine recht praktische Übersicht für die verschiedenen Ausbildungsgänge erstellt. Diese Vergütungsübersicht kann man als PDF downloaden. Neben der Übersicht gibt es auch weitere Informationen des BIBB.

Was kann ich mit der Übersicht anfangen?

Nun wer viel Wert auf eine gute Ausbildungsvergütung legt wird dieser Tabelle zufolge besser kein/e „Bauten- und Objektbeschichter/-in“. Diese verdienen in den alten Bundesländern mit durchschnittlich 358€/Monat sensationell wenig. Immerhin: Die Ausbildung dauert auch dafür nicht als zu lange.

Wer eine Ausbildung lediglich anfängt weil er viel Geld verdienen will, sollte „Binnenschiffer/-in“ werden. Vergütung: Durchschnittlich 925€. Das ist die höchste Vergütung in den alten Bundesländern und den neuen Bundesländern. Bei diesem Ausbildungsberuf ist die Vergütung, laut Statistik, in den alten Bundesländern und den neuen Bundesländern gleich hoch.

Doch es gibt auch bei den Ausbildungsberufen zwischen „Ost“ und „West“ deutliche Vergütungsunterschiede.
Wer in Ostdeutschland „Verfahrensmechaniker/-in in der Steine- und Erdenindustrie“ werden will – sollte sich überlegen doch im Westen seine Ausbildung zu beginnen. Während im Westen Azubis in diesem Beruf rund 689€ bekommen, verdienen Azubis im Osten bei gleichem Beruf lediglich 451€. Das ist – vorallem über einen längeren Zeitraum gerechnet – nicht gerade wenig. Gerade da sich die Lebensverhältnisse in Ost- und West doch in den letzten Jahren wenigstens etwas angenähert haben und im Osten manch ein Handelsvertreter gerne Azubis aus dem Ausland hätte, meiner Meinung nach unverständlich.

Doch das ist nicht bei allen Berufsfeldern so: „Teilezurichter/-in“ verdienen im Westen etwa 759€. Im Osten etwa 752€. Da ist die Angleichung schon fast vollständig.

Auch über die Branchen und den dort gezahlten Azubi-Gehältern gibt die Tabelle Aufschluss. In der Landwirtschaft wird eher wenig verdient. Auch in den „freien Berufen“ wird nicht mit Geld um sich geschmissen. Besser ist das Handwerk und der öffentliche Dienst. Sehr gut hingegen verdienen – zumindest im Vergleich – die Azubis in Industrie & Handel. Wobei es bei jeder Branche deutliche Ausreißer gibt.