Interview: Studieren in den Niederlanden – BWL

Alexandra machte ihren Schulabschluss in Kanada und fing danach an BWL zu studieren. Das hört sich soweit normal an – doch Alexandra studiert BWL in den Niederlanden und arbeitet nebenbei noch Vollzeit. Wie es dazu kam, lest ihr in dem Interview…

Wie kam es zu deiner Entscheidung, in den Niederlanden BWL studieren zu wollen?

Ich hab‘ meine Schulzeit in Kanada beendet, und konnte mit meinem IB Diploma in Deutschland nicht studieren.

Außerdem wollte ich auf englisch studieren, was in Deutschland ja auch schwierig ist.. also bin ich auf die Niederlande gekommen

Wolltest du zuerst in Deutschland studieren, wenn es denn
auf Englisch möglich gewesen wäre, oder hättest du von
vorne herein im Ausland studieren wollen?

Wahrscheinlich von vorne herein im Ausland, aber so oder so finde ich das leben in Deutschland nicht mehr wirklich anreizend.

Und – ganz abgesehen von deinem Studienort – BWL hört sich auch nicht gerade nach Spannung und Action im Studium an. Wie kam es zu dem Wunsch?

Hm, das hat sich im laufe der Zeit so entwickelt..ich sollte halt was ordentliches studieren, und ’nen Bürojob hört sich ja schon mal nicht schlecht an. Mehr hatte ich mich damit auch nicht beschäftigt, was ein großer Fehler war. Weil BWL ist nicht gleich BWL.


In wie fern ist dein Studiengang denn „nicht gleich BWL“?

Naja, mein alter Studiengang war halt sehr theoretisch und vor allem darauf ausgelegt, dass man später mal Investmentbanker oder Berater wird also mehr von oben herab alles analysieren und diverse Modelle anpassen, ohne wirklich zu wissen, was im praktischen Bereich passiert und mein jetziges Studium ist mehr drauf angelegt, dass man bestimmte Sachen/Vorgänge wirklich macht, und nicht hinterher oder vorher analysiert was wäre wenn.. sind fast (..) die selben Fächer, wir haben jetzt auch Marketing und Buchhaltung, aber es ist halt ein völlig anderer Einblick.


Nun einmal eine etwas andere Frage, wie finanzierst du dein Studium in etwa?

Mein jetziges Studium ist ja ein Teilzeitstudium.. Also arbeite ich nebenbei Vollzeit (38 Stunden)

…und das lässt sich miteinander verbinden?

Das Studium ist da drauf angelegt, dass man nebenbei arbeitet.. Normalerweise muss man bei ’nem HBO-Studium noch zwischendurch 1/2 oder ein Jahr Praktikum machen bei uns ist das Praktikum im Prinzip unsere Arbeit, da drauf sind die Fächer an sich auf einen weiteren Zeitraum ausgedehnt.


Findest du das denn empfehlenswert – oder denkst du dir manchmal, der Tag hat zu wenige Stunden?

Man muss schon viel Disziplin haben wobei bei mir der September immer der stressigste Monat ist mit Inventur und Jahresabschluss, und jetzt ist noch mein Abteilungsleiter im Urlaub, den ich vertreten muss also hab ich eher ein Zeitproblem auf der Arbeit. Aber wenn man den ganzen Tag natürlich nur herum flitzt, ist man abends dementsprechend K.O.

Eine letzte „Frage“ noch: Was für einen Tipp würdest du künftigen Studienanfängern mit auf den Weg geben?

Sich gleich von Anfang an voll rein hängen. Das sagt zwar jeder, aber es ist auch so wahr.

Vielen Dank für das Interview.