Softwareentwickler: Eigeninitiative ist gefragt

M. machte seinen gymnasialen Sek-I.-Abschluss und ist mit Herz und Seele in der Softwarebranche als Softwareentwickler tätig. Mit seinen 22 Jahren steht er schon eine Zeit lang im Berufsleben – kann sich aber auch noch an die Zeit auf der Schulbank erinnern und machte auch eine schulische Ausbildung zum ?“staatl. geprüfter informationstechnischer Assistent“ (ITA).

Du bist mit 22 Jahren quasi noch am Anfang deiner Karriere als Softwareentwickler. Wie kam es überhaupt zu dem Berufswunsch?

?Ich habe mit ca. 10 Jahren angefangen, das „wie geht das“ beim Computer zu untersuchen. Das reine Benutzen reichte mir meistens nicht aus. Mit der 9ten Klasse konnte ich das Fach „Informatik“ wählen. Zu dem Zeitpunkt spielte der PC schon eine sehr entscheidende Rolle in meinem Leben. Durch das gewählte Informatikfach hat sich aber der Wunsch des Programmierens klar heraus kristallisiert.

?Und wie kam es dann endgültig zu der Anstellung als Mitarbeiter in der Softwareentwicklung? War der Weg steinig zum Berufsziel oder sind Softwareentwickler – wie man manchmal dank der Medien glauben möchte – so stark gefragt?

?Einen Job zu bekommen ist, egal in welchem Fachbereich, schwierig. Ich habe ein halbes Jahr lang schier aussichtslos Bewerbungen an Firmen in ganz Deutschland versendet ohne nennenswerte Erfolge. Daraufhin habe ich auf eigene Kosten eine Fortbildung mit Zertifikat durchgeführt. Während dieser Fortbildung war ich in diversen Online-Jobbörsen eingetragen. Über eine dieser wurde ich gefunden und angesprochen. Aus dem Vorstellungsgespräch wurde dann letztlich mein Job.

?In wie weit wurdest du denn „schulisch“ vorgebildet? Gab es da einige hilfreiche Dinge die du aus deiner Schulzeit „mitgenommen“ hast – oder war der Wechsel von der schulischen Laufbahn ins Berufsleben sehr schwer?

?Der Übergang war relativ einfach, wobei ich das davon abhängig mache was die Firma von einem abverlangt. Sicherlich gibt es vieles was ich aus der Schulzeit mitgenommen habe – unwichtig war die Schule nicht – aber ausschlaggebend ist das Interesse an der Materie und der Wille, sich etwas selber anzueignen. Dann schafft man auch problemlos neue Anforderungen.

?Was würdest du den jetzigen Schülern raten, zu tun, um möglichst gut im Berufsleben einsteigen zu können?

Nach etwas überlegen… ?Berufserfahrung, Eigeninitiative bzw. Engagement ist ein Punkt, der oftmals sehr wichtig ist, um für einen Arbeitgeber interessant zu sein. ?Wenn man selber etwas macht oder sich einer Aufgabe widmet (z.B. bei mir die Fortbildung) und etwas erreicht ist das sehr förderlich.

?Die Eigeninitiative ist also immer wieder gefragt. Doch man kann ja bekanntermaßen am Anfang noch nicht mit jedem Detail vertraut sein. Gab es als du mit dem Job anfingst irgendwelche „bösen“ oder positiven Überraschungen, die dir wirklich zu schaffen gemacht oder das Leben erleichtert haben?

In meinem Fall eigentlich nicht. Die Dinge die ich nicht kannte, konnte ich mir Stück für Stück aneignen. Das kann aber bei jedem anders verlaufen.

Zum Schluss die Gewissensfrage: Würdest du dich erneut für deinen Beruf als Softwareentwickler entscheiden oder würdest du dich im Nachhinein anders orientieren?

Nein, ich mag meinen Beruf und kann mir aktuell nichts besseres vorstellen.


Wege-zum-Abitur.de dankt für das Interview.