Schule ist nicht alles

Das muss ich nach knapp 12 Jahren immer noch feststellen. Schule ist nicht alles. Nie habe ich beispielsweise beigebracht bekommen wie man Bretter zurecht sägt, oder wie man Menschen freundlich aber mit Nachdruck bittet zu gehen… all das sind irgendwo elementare Dinge unseres Lebens – und trotzdem tauchen sie in den Lehrplänen unserer Schulen nicht auf.
Gut – es mag an einigen Schulen Fächern wie „Werken“ oder „Handarbeiten“ geben; das ändert aber nichts daran, dass vieles durch die Schule nicht vermittelt wird – und auch nicht vermittelt werden kann. Der Bio-LK’ler ist kein Biologe – möge er noch so gut in der Schule gewesen sein und aus dem Englisch-Lk’ler wird vermutlich niemals ein Engländer. Aber das ist ja auch nicht die Absicht unseres Bildungssystems – die Schule soll nur die wichtigen Grundlagen vermitteln, so wird es „uns Schülern“ immer wieder von allen Seiten eingeprägt. Doch ist das wirklich der Fall. Ich glaube inzwischen nicht mehr so ganz das dies stimmen kann. So lerne ich objektorientiertes Programmieren in der Schule, irgendwelche Ansätze von Etikette wurden mir aber noch nie beigebracht. Wie setze ich mich richtig durch und wie formuliere ich Forderungen richtig?
Heute habe ich mich das alles mal wieder gefragt. Es blieb nur eine Antwort: Schule ist nicht alles. Vielleicht sogar zum Glück.