Die erste praktische Fahrstunde

Herzpochen – und dann kam ich doch noch ohne Unfall davon. Nun gut – nur dank des Eingreifen des Fahrlerers. Aber das ist wohl irgendwie normal. Doch nun von Anfang an: Zuerst wollte ich mich etwas um die Praxisstunden drücken und dann saß ich doch nach der sechsten Theoriestunde im Fahrschulwagen. Gleich eine Doppelstunde zugeteilt bekommen, meine Freude hielt sich in Grenzen – und als ich dann noch gleich in den wilden Stadtverkehr geschickt wurde, fühlte ich mich etwas sehr hilfslos. Hilflos ist wahrscheinlich noch meisterhaft untertrieben, doch selbst mein Synonym-Wörterbuch spuckt nichts passenderes aus. Nun gut – so musste ich also durch den Stadtverkehr lenken. Nicht mehr – aber halt auch nicht weniger und ohne jegliche Vorerfahrung ist ein Kreisverkehr wahrscheinlich unmöglich zu schaffen. Jetzt hätten sich vermutlich die nicht-erhaltenen Auto-Scooter-Besuche ausgezahlt. Und so wurde mir einfach in das Lenkrad gegriffen. Ging auch. Später ging die Fahrt auf einen Parkplatz – um dem Verkehr aus dem Weg zu gehen. Denkste – das hatte sich eine andere Fahrschule auch gedacht und hatte einen kleinen Pakur für Motorradfahrer aufgebaut…
Doch dann ging alles Schritt für Schritt. Gang, Kupplung und Gas. Alles wurde mir nach und nach erklärt und die ersten Anfahrversuche klappten eigentlich soweit auch ganz gut. Nur der Rest halt nicht – aber das ist wahrscheinlich. So hätte ich im „echten Verkehr“ vermutlich schon ein paar Massenunfälle verursacht – ohne schneller als 50 km/h zu fahren. Auch eine neue Erfahrung. Zurück im echten Verkehr hieß es für mich „nur lenken und Gas geben“ und als es dann rechts neben mir ertönte „jetzt nicht neben dem Fahrschulauto herkriechen“ musste ich sogar lachen. Das mit dem Kreisverkehr bekomme ich auch jetzt noch nicht hin – aber es sind ja noch einige Pflichtstunden zu erfüllen. Von Sonderfahrten und meinem fianziellen Ruin möchte ich an dieser Stelle noch gar nicht sprechen. Aber so ist anscheinend das Leben – zumindest als Fahrschüler.