Datenbank mit vielen, vielen Gedichtsinterpretationen

Lyrik-Datenbank Banner

Manchmal verschlägt es einem die Sprache. Das kleine Mini-Editorial das man hier im Blog findet, kommt nicht von ungefähr:

Schule und Lehrer nerven manchmal ganz schön. Egal in welcher Phase man gerade ist und wie motiviert man gerade ist, manche Sachen müssen einfach gemacht werden. Dazu gehören nur leider so unbeliebte Sachen wie Analysen von historischen Texten und das durchwälzen mach’ eines Wälzers

Zurückzuführen ist das neben mangelnder Zeit eher auf mangelnde Kenntnisse und Ansatzlosigkeit. Warum ist das Gedicht das man für die Schule analysieren soll, denn so besonders? Was zeichnet es aus und weshalb ist es für eine spezielle Epoche so bemerkenswert?
Das alles setzt Kenntnisse über Epochen, Geschichte und historische Verhältnisse voraus – und das ist nicht selten „Mangelware“. Wer an diesem Zustand schuld hat, soll hier nicht diskutiert werden. Vielmehr geht es hier um die Ansatzlosigkeit. Was ist die Intention des Autors – schon hier gibt es oftmals wegen der aus heutiger Sicht „merkwürdigen“ Sprache große Verständnisprobleme. Da kann eine Gedichtsdatenbank zumindest erste Ansätze liefern und so kann der Schüler/Student einige neue Eindrücke gewinnen. Das hilft enorm – spart dem Schüler/Studenten Zeit und hilft bei der Inspiration.
Die Gefahr das Interpretationen komplett übernommen werden ist dabei relativ gering. Zum einen weil sich Schüler/Studenten damit nur selbst betrügen – zum anderen dürfte das „Auffliegen“ von einem Plagiat mehr als nur einen schlechten Eindruck beim Lehrer/Dozenten hinterlassen.

Doch zur Seite selbst: Antikoerperchen bietet mit seiner Lyrik-Datenbank viele Gedichts-Interpretationen an. Diese weisen eine erstaunliches hohes Niveau auf, so sind alle Interpretationen ausnahmslos sehr ausführlich und weisen in der Regel auf alle wesentlichen Merkmale eines Gedichtes hin. Das ist leider nicht bei allen im Internet frei einsehbaren Interpretationen der Fall, ich selbst bin da sicherlich nicht der beste Schreiber. Kurz: Die Lyrik-Datenbank ist eine positive Ausnahme und verzichtet zur Zeit komplett auf Werbung, was der Übersichtlichkeit der Seite sehr zu gute kommt.
Die Datenbank selbst lässt sich selbst nach Werken, Epochen und Autoren durchstöbern – wobei zu den meisten Autoren ohnehin nur ein Gedicht in der Datenbank existiert. Das ist schade, doch wenn die Datenbank auch noch in Zukunft erheblich wächst kann sich dies recht schnell wieder ändern.

Zu den Autoren, Epochen und Werken werden zusätzlich ein paar Bilder zur Illustrierung angezeigt – das macht die Seite lebendig.

Fazit: Sehr empfehlenswert dank des hohen Niveaus der einzelnen Interpretationen. Die Datenbank sollte jedoch auch in Zukunft noch erheblich wachsen, sodass die Einordnung nach Autoren auch wirklich die Suche vereinfacht.