Rentensystem anhand von Kapitaldeckungs- und Umlageverfahren

Trotz aller Diskussionen um das Rentensystem, ist dieses vom Prinzip her recht einfach gestrickt:
Jeder, der einen sozialversicherungspflichtigen Job nachgeht, zahlt in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Dabei wird die Zahlung nicht für den Aufbau eines eigenen Vermögens genutzt. Stattdessen wird das Geld direkt an die heutigen Rentner ausgezahlt – zusätzlich zahlt der Staat noch einen Zuschuss. Bei diesem Prinzip handelt es sich um ein einfaches Umlageverfahren. Heutige Arbeitnehmer kommen für die Zahlungen, der jetzigen Rentner auf. Die jetzigen Arbeitnehmer können deshalb in Zukunft auf Zahlungen der nachfolgenden Generation hoffen, deshalb wird in dem Zusammenhang auch des öfteren von dem sogenannten Generationenvertrag gesprochen.

Kurz: Beim Umlageverfahren werden Leistungen durch Beiträge von jüngeren Generationen gezahlt.

Das Kapitaldeckungsverfahren hingegen spart jeder Arbeitnehmer individuell für seine Rente. Die Beiträge werden in der Regel in Aktien, Fonds und festverzinsliche Wertpapiere von der Versicherungsgesellschaft angelegt. Dadurch ergibt sich gegebenenfalls eine hohe Rendite, es kann aber auch ein Verlust von Kapital eintreten. Sobald der Versicherte in den Ruhestand geht, wird das Kapital ausgezahlt.
Ein Beispiel für das Kapitaldeckungsverfahren ist (vereinfacht) die staatlich geförderte „Rürup-Rente“.

Kurz: Beim Kapitaldeckungsverfahren zahlen Versicherte ihren Beitrag, der für sie angelegt wird. Dieser wird später ausgezahlt.