Werbung in der Schule

Kennt eigentlich jeder und ignoriert diese gewissermaßen hartnäckig. Da liegen in unserer Schule z.B. Unicum, DER ABITURIENT, Abi und viele andere aus. Von jeder Werbezeitschrift liegen geschätzte 90 Exemplare aus. Tatsächlich gebraucht werden pro Zeitschrift vielleicht 15 Exemplare, eigentlich eher noch weniger. Die durchblättert man halt mal schaut kurz drüber und denkt sich – ah, das kannt‘ ich schon. An Banalität sind diese Zeitschriften kaum zu überbieten. Da werden auf den ersten Seiten lange Reise und Auslandsberichte von (meist ehemaligen) Schülern abgedruckt, daneben befindet sich Werbung von einer FH, eines Anbieters von Sprachreisen und ganiert wird das ganze mit ein paar mehr oder weniger schlechten Stellenanzeigen. Je nach Zeitung wird dann noch einmal in einem gesonderten Interview festgestellt wie wichtig Auslandserfahrungen doch im 21. Jahrhundert seien. Ja und dann? Kommen je nach Zeitschrift Sodokus, Selbsttests die eigentlich eher in Richtung Wahrsagen gehen, noch ein paar Berichte über den Studienanfang und noch hier und da ein kleines Gewinnspiel. Zusätzlich wird das Programm hier und da durch ein paar Buchvorstellungen und ein paar Schülerwettbewerbe durchbrochen.

Das gleiche Schema kann man auf fast jede „Oberstufenzeitschrift“ anwenden. Immer das gleiche: Auslandserfahrungen sind enorm wichtig, private Unis legen viel wert auf außerschulische Aktivitäten und Ranking XYZ rät zur Uni XYZ.

Wobei ich bezüglich der Unis noch etwas anmerken möchte. Seit ein paar Tagen liegen auch recht viele Flyer der ESB Reutlingen in unserer Schule aus. Da grüße ich doch mal glatt den Max und frage halb ernst, halb scherzend ob man im Umkreis nicht einfach zu wenige Studenten hat. Von der Uni, die nur geschätzte 30km weit von unserer Schule entfernt liegt, habe ich nämlich noch nie einen Flyer gesehen.

Übrigens lag bei dem Stapel des Abiturienten, den ich heute auspackte, ganz dezent ein Katalog eines mir unbekannten Werbeartikel-Herstellers dazwischen. Aber ein paar T-Shirts kann man ja immer ganz gut gebrauchen.