Kategorie: Deutsch


Philosophisches Essay zur Vergänglichkeit

13. November 2011 - 14:12 Uhr

Ursprünglich entstanden ist das philosophisch angehauchte Essay Ende 2007.Es sollten die Gedanken über Vergänglichkeit und unser temporäres Dasein relativ spontan niedergeschrieben werden. Ein Absatz zur Inspiration war gegeben:

Ich komme gut damit zurecht, dass ich vergänglich bin und das, was ich schreibe, auch: total vergänglich. Meine Kinder werden einmal weg sein und ihre Enkelkinder auch, mein Hund wird tot sein und die Kinder des Hundes auch. Das macht mir nichts, so gehört es sich ja auch. Aber was mir wirklich Angst macht, ist, dass in Millionen von Jahren die Sonne die Erde schlucken wird. Sie ist so einzigartig! Wozu das alles, wenn die Erde untergehen wird? Die Literatur, die Musik, alle Gebäude, alles weg. Diese Vorstellung macht mir in der Tat große Bange.
(Irene Dische, Schriftstellerin, in: Chrisman, Heft 3/2006, S.29)

Ein paar Tage nach Weihnachten passiert es wieder: Fotos werden entwickelt, geordnet und eingeklebt. Das ist nichts anderes als der verzweifelte Versuch sich gegen die Vergänglichkeit zu wehren. Momente sind vergängliche Zeiträume, möchte man meinen. Seit Menschengedenken versucht man diese Momente festzuhalten. Das kann durch Bücher, Videos oder Musik geschehen. Ganz deutlich wird der Versuch vergängliches festzuhalten bei der Fotografie – was sonst würde den Boom bei den digitalen Kameras ausgelöst haben?

Doch von Zeit zu Zeit erwischt sich der eifrige Fotograf dabei Phrasen wie „so war das aber nicht“ zu murmeln. Bemängelt wird hier weniger das Bild als solches, sondern die ärgerliche Tatsache für den Menschen das er Momente, also Geschehenes, nicht erneut – in genau der gleichen Form – wiedergeben kann. Selbst wenn es gelingen würde ein Medium zu entwickeln, das es vermag alle Sinne wiederzugeben (also nicht nur das Sehen sondern auch Geschmack und Gefühle), so wird es dem Menschen nicht so vorkommen als wäre es eben dieser Moment, da er komplett aus dem Zusammenhang herausgerissen erscheint. Man müsste also sein Leben noch einmal unter genau den selben Voraussetzungen und Umständen durchlaufen um den Moment wieder erleben zu können. Ob es dieser Moment wert ist?
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Ist etwas abwägig oder doch abwegig?

7. April 2011 - 18:39 Uhr

Kurz notiert: Es heißt korrekt abwegig. Das lässt sich leicht merken, zum Beispiel mit der Formulierung “vom Weg abkommen“. Es hat nichts direkt mit dem Wort Abwägung zu tun. Wir machen Abwägungen zwischen Dingen, wenn wir sie vergleichen oder überprüfen wollen. Abwegig ist etwas, was uns unsinnig oder unlogisch erscheint. Das Wort “abwägig” sollte man nicht verwenden.

Beispiele:
Etwas erscheint abwegig wenn Abwägungen nur eine eingeschränkte Wirtschaftlichkeit ergeben haben.
Autofahrer finden Forderungen nach einer Pkw-Maut abwegig.
Spekulationen über eine mögliche Koalition halten viele in der Partei für abwegig.

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Aufwändig oder doch aufwendig?

22. Januar 2011 - 13:12 Uhr

Nur kurz notiert: Beide Schreibweisen sind korrekt. Es spielt keine Rolle ob man zu aufwändig oder aufwendig greift. Der Duden listet beide Varianten als gültige Schreibweisen.

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M.a.W. – Abkürzung

5. August 2010 - 16:51 Uhr

Kurz notiert: Die Abkürzung M.a.W. bzw. m.a.W. heißt schlicht und ergreifend “mit anderen Worten“.

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Gegensätze im Barock

5. August 2009 - 17:05 Uhr

Das Weltbild im Barock ist geprägt von Antithetik in allen Lebensbereichen. Hier einige Beispiele:

Übersteigerte Lebensgefühle → Vergänglichkeitsbewusstsein
Todesangst → Genuss des Augenblicks
mystisch-religiöse Schwärmerei → fanatischer Glaube
Prunk, Schmuck, Üppigkeit → Armut, Verrohung
sichtbare Welt → Metaphysik

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Wann verwendet man wider/wieder?

5. Mai 2009 - 16:47 Uhr

Kürzlich habe ich mich, ganz in Gedanken verloren, gefragt wann man denn nun wieder mit ie bzw. nur mit i schreibt.

Schließlich ist mir wieder ein Merksatz eingefallen, der die ganze Sache recht gut erklärt:
Wenn wider ausschließlich gegen meint, so ist das e dem i ein Fein.

Ergo wenn man von etwas spricht das man öfter tut, spricht man von wieder (mit ie). Wenn man einen Gegensatz anspricht (z.B. “Widerstand”) so ist wider ohne ie zu schreiben.
Eigentlich ist die Regel also recht einfach – nur man denkt halt nicht immer dran. Mögen die Lehrer es uns nachsehen ;-) .

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Dantons Tod – Inhaltsangabe

19. April 2009 - 20:31 Uhr

Georg Büchners Drama Dantons Tod besteht aus vier Akten. Diese werden im Folgenden kurz zusammengefasst, um einen kurzen Überblick über die Handlung in dem Drama zu haben. Als vollständige Inhaltsangabe taugt diese Zusammenfassung allerdings nur bedingt, da viele Aspekte die ggf. zur Analyse sehr nützlich sind, außen vor gelassen werden und einige Szenen der einzelnen Akte nur zu kleinen Bestandteilen in die Zusammenfassung eingeflossen sind.

I. Akt
Der erste Akt des Dramas Dantons Tod zeigt einen Spielsalon, in dem sich einige Dantonisten (Anhäger, bzw. Leute um Danton herum) unterhalten. So erfährt der Leser recht schnell, dass sich die Dantonisten für eine gemäßigte Neuordnung des Staats aussprechen, daher eine gemäßigte Revolution. Sie wollen Gnade statt einer Terrorherrschaft und bürgerliche Freiheiten für Jedermann. Damit grenzen Sie sich von Robespierre ab, der eine Herrschaft des Schreckens verfolgt.
Zudem sprechen sich die Dantonisten (im ersten Akt insbesondere Camille) für den Genuss des Lebens aus.
Danton hat Zweifel ob Sie sich mit ihren Idealen und Ansichten durchsetzen können, schließlich wären – die ehrlichen Leute – gegenüber der Revolution ablehnend eingestellt, das heißt sie bevorzugen den Absolutismus.

In einer Rede stellt Robespierre – Dantons Gegespieler – seine Pläne dar. So beruft er sich beispielsweise auf Tugend und stellt die Dantonisten als Lasterhaft, da Vergnügungssüchtig da. Zudem rechtfertigt er mit der Tugend seine Schreckensherrschaft.

Zugleich taucht Simon in der Szene (1. Akt, II) auf, ein betrunkener Souffleur, der ganz im Gegensatz zu Robespierres Ansprache zum tugendhaften Volk, steht.

Die Lage Dantons verschlechtert sich – so soll dieser bald festgenommen werden – welches ihm auch sein Freund Lacroix mitteilt. Lacroix trifft Danton bei der Prostituierten Marion an. Statt auf Lacroixs Rat zu hören und aus Frankreich zu fliehen, beruhigt sich Danton selbst, man würde es nicht wagen ihn zu töten.

Später beraten Saint-Just und Robespierre über die Situation, Saint-Just drängt Robespierre zum möglichst schnellen Handeln. Robespierre stimmt schließlich Saint-Justs Plänen zu.

II. Akt
Auch im zweiten Akt raten Dantons Freunde ihm zu fliehen oder zumindest aktiv zu werden. So solle er sich die Aufmerksamkeit des Volkes sichern indem er öffentlich auftrete – und somit auch die Menschen gegen den Wohlfahrtsausschuss zu mobilisieren. Weiterlesen »

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