Inflation einfach erklärt

Die Inflation ist umgangssprachlich ganz leicht erklärt: Man bekommt für den Betrag X weniger von dem Produkt. Sprich im Juni bekommt man für einen Euro einen Liter Milch. Im September bekommt man für einen Euro rechnerisch nur noch 750ml Milch. Kurzum es herrscht Inflation. Das Gegenteil ist die Deflation. Man bekommt für den Betrag X mehr von dem Produkt. In dem Milch Beispiel würde man beispielsweise statt einem Liter Milch im September 1,5 Liter erhalten.
Bei einer besonders starken, viele Bereiche umfassenden Inflation wird auch von einer Hyperinflation gesprochen.

Die Inflations-Berechnung ist leicht erklärt: Es wird ein Warenkorb zu einem bestimmten Zeitpunkt erstellt, der für möglichst viele Menschen repräsentativ ist. Dadurch enthält der Inflations-Warenkorb Produkte und Dienstleistungen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Das kann man sich wie einen fiktiven Einkaufszettel mit allerhand skurrilen Dingen vorstellen. So enthält der Warenkorb neben greifbaren Artikeln die man im Supermarkt kaufen kann auch Dienstleistungen wie Versicherungen, VHS-Kursgebühren und Nahverkehrsticket sind darin zu bestimmten Gewichtungen enthalten. Anhand dieses repräsentativen Warenkorbs wird die Inflationsrate des Statistischen Bundesamtes ermittelt.

Das statistische Bundesamt hat zur Visualisierung der Inflation ein Preis-Kaleidoskop veröffentlicht. Damit kann die Inflations-Zusammensetzung sehr schön betrachtet werden. So fällt auf, das Gemüse im Mai 2014 erheblich günstiger war – teurer hingegen waren die Molkerei-Produkte & Eier. Dadurch, dass beide Bereiche in etwa gleich gewichtet sind und in dem einen Bereich eine Inflation herrscht , im anderen hingegen eine Deflation vorhanden ist – überrascht es nicht, dass die Inflationsrate <=0,9% liegt, da in vielen anderen Bereichen die Preisänderungen sehr gemäßigt sind und sich größtenteils gegenseitig aufwiegen.