Wertewandel – Thesen Ingleharts (Stichpunkte)

  • Wertewandel wird von Ronald Inglehart als tiefgreifender Umbruch umschrieben
  • Wirtschaft, Technologie, Politik und Soziales als sich besonders stark wandelnde Felder.
  • Der Wandel der einzelnen Felder erscheint den Menschen als unabdingbar
  • Inglehart unterscheidet dabei allen Feldern zwischen materiellen Zielen/Werten und portmateriellistischen Zielen/Werten

  1. Vormoderne Gesellschaften: Mangelgesellschaft; Primärziel ist die Sicherung des eigenen Überlebens
  2. Moderne und Industriegesellschaft: Streben nach Leistung, Wohlstand und Sicherheit; Überwindung der Armut
  3. Postmoderne Gesellschaft: Anstieg des Lebensstandard; Konsum- und Dienstleistungsgesellschaft; Ziel ist die Selbstverwirklichung

Dabei stellt er folgende Thesen auf:

  • Relativ knappe Güter/Werte und schwer erreichbare Ziele werden besonders hochwertig eingeschätzt (Mangelhypothese).
  • Außerdem werden Menschen in ihrer Jugend für ihr weiteres Leben geprägt, ihre Einstellung verändert sich im weiteren Verlauf ihres Lebens kaum (Sozialisationsphase).


Der „Postmaterialismus-Index“ von Inglehardt:

Ingelhardts Index unterscheidet zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, dabei werden zwischen folgenden Gruppen besonders starke Unterschiede deutlich:

  • Alten und Jungen
  • Menschen mit hoher und niedriger Bildung
  • Ein deutlich ausgeprägtes Postmaterialsmus-Syndrom zeigt sich statistisch vor allem bei jüngeren Menschen mit hoher formaler Ausbildung
  • In dem Index muss man zwischen materialistischen und postmaterialistischen politischen Zielen wählen
    Man findet einige Ziele, die man in der Politik verfolgen kann
    folgende Fragen ergeben sich:

  • Wenn sie zwischen diesen verschiedenen Zielen wählen müssten, welches Ziel erschiene Ihnen am wichtigsten?
  • Und welches käme an zweiter Stelle?

Wandel des Wertewandels:

  • Der Anteil der Mischtypen nimmt im Laufe der Zeit zu (von ca. 50% auf 60%)
  • Somit kann die Unterscheidung zwischen Postmaterialisten und Materialisten nicht allzu groß sein!
  • Diese Entwicklung steht im Widerspruch zu Ingleharts These des Wertewandels, somit könnte man von einem Wandel des Wertewandels sprechen
  • Die Jugendlichen „von heute“ haben keinen Anlass, Selbstverwirklichung und Selbstentfaltungswerte als Prioritäten anzusehen.
  • Vielmehr sind Ziele wie z.B. Sicherheit und Orientierung bzw. Gemeinschaft wichtiger geworden

Erarbeitet nach dem hier schon öfter erwähnten Schöningh für die Sek. II, diversen Unterrichtsmaterialien und dem Wertewandel-Artikel in der Wikipedia.

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