Archiv für Juni 2008


Das mehrgliedrige Schulsystem

23. Juni 2008 - 19:02 Uhr

Wie sieht es mit dem deutschen – mehrgliedrigen – Schulsystem aus? Ist es in Ordnung das nach der vierten Klasse gesiebt wird, das soziale Herkunft – statistisch gesehen – über den Schulabschluss entscheidet? Oder sollen alle Schüler gemeinsam unterrichtet werden – unabhängig von Leistungsbereitschaft, Kenntnissen und Fähigkeiten?
Ist das deutsche Bildungssystem wirklich so undurchlässig, so auf Schichten fixiert, ein Überbleibsel aus Geschichtsbüchern? Ist die Hauptschule ein Auslaufmodell geworden – oder vielleicht sogar eine Möglichkeit spezielle Personengruppen gezielt zu fördern?
Weiterlesen »

Kommentieren » | Schulleben

Spirofrog – Rein in die Berufswelt

22. Juni 2008 - 12:04 Uhr

Bezahlter Beitrag:

Spirofrog - Banner

Ebay, Oracle, RWE, Linklift, Quelle und Co. schreiben ihre Praktikanten-Stellen über Spirofrog aus. Daneben gibt es nicht nur einfache Praktikanten-Jobs sondern auch solide Jobangebote – sogar aus dem Ausland.

Um sich die einzelnen Stellenangebote jedoch im Detail anschauen zu dürfen, muss man sich zunächst registrieren. Dafür muss man nur ein paar persönliche Daten (Anschrift, Hochschule, Studienrichtung) angeben – und schon erhält man Zugriff auf das gesamte Spektrum des Portals.

So bin ich beispielsweise zufällig über “Drop-Your-CV” gestolpert. Dort kann man seinen Lebenslauf von Experten kostenlos überprüfen lassen. Sicherlich ein einmaliger Service, etwas in der Richtung habe ich noch nie auf einer Seite eines Jobportals gesehen.

Das Herzstück des Portals scheint jedoch die Vermittlung von Praktikanten-Stellen zu sein. So sind zur Zeit (21.06.2008) bei Spirofrog 87 Praktikanten-Stellen für Deutschland gelistet. Das hört sich nicht nach viel an – jedoch handelt es sich bei allen Stellen um seriöse Anzeigen, was die scheinbar geringe Anzahl auch wiederum relativiert.
Die ganzen Stellen lassen sich über den Menüunterpunkt “Praktika Suche” eingrenzen, so kann man die Ergebnisse nach einigen Faktoren filtern. So kann man sich alle Praktika eines Ortes anzeigen lassen, oder nach Branche filtern – alternativ kann man auch mit mehreren “Bedingungen” suchen.

Äußerlich macht Spirofrog einen guten Eindruck – etwas rosa peppt die Seite auf, durch die schlichte Gestaltung bleibt das Ganze dazu auch noch recht übersichtlich. Stören könnten jedoch vereinzelt die ganzen Social Bookmarks, die auf jeder einzelnen Seite ihren Platz in der linken Navigation einnehmen. Auch konnte die Liste der “TOP 200 Unis” wenig überzeugen – was zeichnet diese Unis aus – was unterscheidet sie von “herkömmlichen” Universitäten? Leider erscheint bei Spirofrog nur eine reine Auflistung der Universitäten – ein kleiner Infotext wodurch die Liste zustande kam, wäre sicherlich angebracht.

Des Weiteren gibt es auch noch eine Adress-Datenbank, mit deren Hilfe man Initiativbewerbungen verfassen und losschicken kann, einen gut gefüllten Blog und ein Auslands-Ratgeber runden das Angebot gut ab.

Alles in allem kann Spirofrog jedoch überzeugen – das liegt zum einen an dem außergewöhnlichen “Drop-your-CV”-Dienst, als auch an den qualitativ hochwertigen Stellenanzeigen und der leichten Bedienung. Damit sollte es auf jeden Fall das Auffinden eines Praktika leicht fallen.

3 Kommentare » | Schulleben

Blogparade zum Schulzustand: Teilnehmer und Auswertung

21. Juni 2008 - 11:16 Uhr

Die Blogparade ist nun abgeschlossen. Da sich die Teilnahme doch im sehr, sehr überschaubaren Rahmen hält kann man sich ebenso die einzelnen Beiträge durchlesen – deshalb soll hier kein Roman erscheinen…

Teilnehmer: Flywings, aykanb und meine Wenigkeit. Immerhin konnte man nebenbei noch ein paar Leute inspirieren.

Auswertung: Der Zustand der Schulen scheint nicht besonders gut zu sein. Mehr Schein als Sein und “ganz gut” – so lassen sich die Ergebnisse zusammenfassen. Heraus kommt wohl als Schulnote ein einfaches “Befriedigend”, mit einer negativen Tendenz. Dabei könnte man doch mit relativ einfachen Mitteln die Situation enorm verbessern… aber das wäre wieder ein Thema für eine neue Blogparade ;-) .

Kommentieren » | Schulleben

Erwartungen der Arbeitgeber

20. Juni 2008 - 21:06 Uhr

Wenn ich mir aber so manche Stellenbeschreibung anschaue, so frage ich mich ob die Erwartungen von dem Arbeitgeber mit den Erfahrungen der neuen Auszubildenden/Praktikanten überhaupt zu vereinen sind. So erwartet man in einer Stellenausschreibung den fertig Ausgebildeten Spezialisten, der am besten 4 Monate ohne jegliche Vergütung für das so “erfolgreiche Unternehmen” arbeiten soll. Zum Dank gibt es vermutlich nicht mehr als ein mäßig gutes Arbeitszeugnis – vermutlich gibt es bei dem Unternehmen sogar ein Auto-Textformular, für das nur noch der Name des Praktikanten eingegeben werden muss. Alles andere wäre ja mit Arbeit und Investitionen in Mitarbeiter verbunden – und genau das scheint kein Unternehmen mehr zu wollen.
Weiterlesen »

Kommentieren » | Schulleben

Blogparade zum Schulzustand – Erinnerung

18. Juni 2008 - 13:36 Uhr

Nun haben immerhin schon ein paar an der Blogparade zum Schulzustand teilgenommen. Das ist schön – aber um erlich zu sein, hatte ich mit mehr Teilnehmern gerechnet. Vielleicht sind einige Blogger auch vom schönen Wetter, Fußball-EM und der Ferienplanung etwas abgelenkt…

Man braucht ja auch nicht unbedingt Romane schreiben, wie die bisherigen Teilnehmer es getan haben… Eine kurze Punktvergabe mit Begründung würde auch ausreichen. Wie dem auch sei – am 20.6 (übermorgen) läuft die Blogparade aus. Die Auswertung und Teilnehmerliste folgt kurz darauf. Wobei man erlicherweise erwähnen sollte, dass dort nicht viel auszuwerten ist.

Kommentieren » | Schulleben

Alle Jahre wieder – Zeugnisse, Abiturprüfungen und Abschlussängste

12. Juni 2008 - 18:44 Uhr

Auch dieses Schuljahr nähert sich bedenklich schnell dem Ende. Nun ist für mich noch nicht aller Schultage Ende, aber das Ende ist schon in greifbare Nähe gerückt. Irgendwie ein komisches Gefühl – bald – nach 13 Jahren (effektiv natürlich deutlich weniger) irgendwo einen Lebensabschnitt endgültig abzuschließen….

Nun denn – alles strebt auf die Abiturprüfung zu und man hat das Gefühl allgemeiner Hektik – obwohl eigentlich alles auf Ferien hindeutet. Eigenartig diese Situation. Nun stehen auch noch vor den Herbstferien die Studienfahrten an, was das letzte Jahr zusätzlich noch ein wenig verkürzt. Also Stress pur. Innerhalb der ersten fünf Wochen nach Schulbeginn – sollte im Idealfall – schon der erste Schwung der Klausuren geschrieben und korrigiert sein. Etwas utopisch erscheint das auf einmal und man fühlt sich innerlich noch mehr angespannt. Abipunktur – jeder Punkt kostet nerven wäre ein gutes Abimotto gewesen, meint man jetzt zu sich selbst – und fragt sich selbst wann man denn noch überhaupt die Abizeitung, Abifeiern und das ganze vorbereiten soll. Prüfung und Party lassen sich irgendwo schlecht kombinieren.

Doch man ahnt schon, dass es zu schaffen ist. Immerhin haben die sieben Jahrgänge vor einem auch das alles irgendwo organisiert bekommen. Etwas bange ist einem aber schon.

1 Kommentar » | Schulleben

Sowi-Klausur: Sozialstaat und Sozialpolitik – Stellungnahme zur Privatisierung der Sozialsysteme

11. Juni 2008 - 14:09 Uhr

Letzter Teil der Sozialwissenschaftsklausur über Sozialpolitik und – in diesem Teil insbesondere – über die Privatisierung der sozialen Sicherungssysteme…

Nehmen Sie zu den Forderungen des Autors Stellung. Beziehen Sie dabei aktuelle sozialpolitische Entwicklungen in Ihre Erörterung ein.

Marcel Hafke will die gesetzliche Sozialversicherung komplett privatisieren und setzt auf die Eigenverantwortung der Menschen. Schon heute gilt die staatliche Versorgung nur noch als “Grundversorgung”, zu der man unbedingt privat vorsorgen sollte. Das Problem ist das “sollte”. Die Grundversorgung zusätzlich zu privatisieren schafft mehr Probleme als sie löst…
Marcel Hafke geht davon aus, dass die primäre Einkommensverteilung sozial gerecht ist und zu dem noch leistungsbezogen. Dem ist meiner Meinung nach nicht so. Gehälter sind nicht zwingend ein Gegenwert für Leistung, selbst in einer noch so “freien” Wirtschaft. Gehälter sind in der “freien” Wirtschaft in der Regel ein innerbetrieblicher Leistungsanreiz derjenige, der viel verdient, bekommt also nicht viel, weil er so viel leistet, sondern weil sein Gehalt andere dazu anspornen soll, viel zu leisten. Daher ist die primäre Einkommensverteilung schon etwas ungerecht, andererseits wäre es aber auch naiv zu glauben mit Hilfe von Transferleistungen diese grundlegend verändern zu können. Für die Sozialsysteme bedeutet die aktuelle Einkommensverteilung: Viele Beitragszahler mit gemäßigten Einkommensunterschieden. Bei einem privatisierten Sozialsystem hingegen werden langfristig gesehen, die Einkommensunterschiede nahezu so zu sehen sein, wie der Markt das Einkommen verteilt. Das führt zu erheblichen Einkommensunterschieden. Dazu kommt das Problem, dass künftige Einkommen tendenziell überschätzt, künftige Ausgaben tendenziell unterschätzt werden. Weiterlesen »

Kommentieren » | Sozialwissenschaften

« Ältere Einträge     Neuere Einträge »