Erwartungshorizont
Die Rückgabe einer Klausur ist fast immer mit bangen Gesichtern, Nervosität und etwas Verständnislosigkeit verbunden. So auch heute. Doch – wie immer – wird erst der Erwartungshorizont vom Lehrer dargelegt. Mit anderen Worten, es wird die Klausur durchgegangen und erzählt was zu welcher Aufgabe hätte geschrieben werden können.
Das ist schön und gut – aber irgendwie hat man das Gefühl entweder kaum etwas davon geschrieben zu haben, was der Lehrer dort gerade eben dargelegt hat – oder man hat ein relatives gutes Gefühl und meint fast alles erfüllt zu haben. Zumindest bei mir bleibt nicht hängen, was bei meiner Klausur gefehlt hat – und was nicht. Da hilft auch der Kommentar nicht weiter, der bezieht sich fast in allen Fächern und fast immer ausschließlich auf die Art und Weise, wie sehr man sich auf die Aufgabenstellung bezogen hat und wie die sprachliche Ausarbeitung der Klausur gelungen ist. Mehr konnte ich in noch keinem Kommentar lesen – trotz ellenlanger Kommentare…
Kategorie: Schulleben Ein Kommentar »
am 31. Mai 2008 um 13:31 Uhr | #
Unsere Deutschlehrerin verwendet im Erwartungshorizont, neben den Erwartungen und den Punkten, noch eine dritte Spalte mit “Individuellen Lernempfehlungen”.
Dort steht dann zu dem jeweiligen Aspekt, bei dem man beispielsweise nicht die volle Punktzahl erreicht hat, was noch zur vollen Punktzahl fehlt. Zudem werden fehlende Angaben mit einem Ausrufezeichen markiert, sodass man genau sehen kann, was man in seiner Klausur (nicht) geschrieben hat.
Meiner Meinung nach ist das eine sehr sinnvolle Sache, weil dadurch jedeR nachvollziehen kann, wo einem die Punkte fehlen. Aber leider machen nicht alle LehrerInnen davon Gebrauch …