Wer ich bin und was ich will

Puh, wo bin ich denn da reingeraten?
Eigentlich wollte ich mir mein Leben einfach machen. Schule hinter mich bringen und dann in irgendeinem Beruf im Bereich Medien etwas machen. So weit der Plan. Die Praxis sah dann etwas anders aus. Bis zum letzten Jahr war ich Realschüler. Nun geht die Zeit aber mit der 10. Klasse zu Ende. Da ich “irgendwas” mit Medien machen wollte, war klar: “Hey, du brauchst das Abitur”. Das meinte auch meine Berufsberaterin, die sich wirklich bemühte. Sie riet mir auch – wie viele Freunde und Verwandte – jetzt nach der Realschule auf direktem Weg das Abitur zu machen. So einfach bekäme ich das nie wieder.
Das habe ich geglaubt. Nun bin ich etwas schlauer. Seit Anfang dieses Schuljahres bin ich Schüler an einem Gymnasium. Ein sogenannter “Seiteneinsteiger” oder auch “Quereinsteiger”. Schon nach der zweiten Woche war mir klar, mit meinen Vorkenntnissen kann ich gleich abbrechen. Dabei dachte ich eigentlich ich wäre ganz gut vorbereitet. Ich hatte bisher immer recht “kompetente” Lehrer gehabt und nie wirklich “wer weiß wie” schlechte Noten geschrieben. Es waren zwar auch nie die besten Noten, aber ich war immer ganz zufrieden mit mir. Probleme gab es kaum.
Nun sehe ich das Ganze etwas anders. Mir fehlt einfach einiges an Vorwissen um den Stoff an meiner jetzigen Schule folgen zu können und ich denke, damit bin ich nicht alleine. Deshalb fange ich dieses Blog an, in der Hoffnung anderen Seitenansteigern von Realschulen einiges erleichtern zu können, aber auch um mich selbst mit anderen austauschen zu können.

Kategorie: Schulleben Ein Kommentar »

Eine Reaktion zu “Wer ich bin und was ich will”

  1. Fabian

    Ahoi Dino,
    einen schönen Kommentar hast du da geschrieben. Für dich waren die letzten Jahre vermutlich recht wechselhaft und auch sehr erlebnisreich. Das kann ich von meiner Schulzeit nicht so ganz behaupten. Dazu muss ich aber auch sagen das ich ein paar Monate nach erscheinen dieses Beitrags doch deutlich besser zurecht kam.
    Spätestens dann ab der 12. Jahrgangsstufe hatte ich auch wieder mehr Zeit und hatte mich auch generell an der Schule etwas besser eingelebt. “Die 11.” war für mich als “Quereinsteiger” doch eher etwas belastend als wirklich fördernd, so haben beispielsweise die “Angleichskurse” eher meinen Stundenplan nutzlos aufgefüllt als mir wirklich zu helfen. Wenn ich bedenke dass ich jeden Montag eine Stunde auf meinen Englisch-Angleichskurs warten musste und dieser dann alles andere als wirklich produktiv war… Sorry, aber das Simple Present kannte ich schon vorher. Zugegeben: Manchmal war der Kurs auch ganz lustig, aber dann weniger wegen der Unterrichtsinhalte.

    Wie dem auch sei – du hast sicherlich einen deutlich kreativeren Weg gewählt um eine Hochschulberechtigung zu bekommen, als ich. Wobei ich meine auch noch nicht in den Händen halte – das dauert etwa noch ein halbes Jahr ;-) .
    Für einen längeren Auslandsaufenthalt – wie du ihn gemacht hast – benötigt man allerdings das gewisse Kleingeld und auch entsprechende Sprachkenntnisse – was bei den USA, NZ und AU allerdings nicht das große Probleme für deutsche Schüler darstellt.

    Übrigens: Je nach Bundesland kann der Weg zum Abitur recht anders ausfallen, wenn ich mir beispielsweise die Abitur-Vorgaben Hessens anschaue muss ich schon schmunzeln…


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